12.05.2013
20:09

Bürgschaft ohne Bank

Mit der Bürgschaft ohne Bank zur Hausbank

Das klassische Finanzierungsinstrument für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) - gleich ob Existenzgründer oder etabliertes Unternehmen - ist nach wie vor die Bankfinanzierung. Nicht selten scheitert eine gute Geschäftsidee oder eine durchdachte Wachstumsstrategie beim Punkt Finanzierung an fehlenden Sicherheiten. Mit der "Bürgschaft ohne Bank" kann der Gründer oder der Unternehmer sofort auf Kreditsuche gehen, denn er verfügt über ausreichend Sicherheit.

Vielen Existenzgründern und Unternehmern fällt es schwer ihre Hausbank von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen und eine geeignete Finanzierung zu finden. Als Hauptgrund für Kreditablehnungen stehen mangelhafte oder fehlende Sicherheiten laut einer Unternehmensumfrage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit über 60% aller Ablehnungen an erster Stelle. Mit dem Programm "Bürgschaft ohne Bank (BoB)" kann der Unternehmer direkt zu seiner Hausbank gehen und gute Sicherheiten anbieten. Das Programm "Bürgschaft ohne Bank (BoB)" soll es Existenzgründern und Unternehmern erleichtern entsprechende Finanzierungen bei ihrer Hausbank zu erhalten.

In den jeweiligen Bundesländern ist für dieses Programm die Bürgschaftsbank des Landes zuständig. In Bayern ist der Ansprechpartner die Bürgschaftsbank Bayern. Zentrale Idee beim Projekt "Bürgschaft ohne Bank (BoB)" ist es, dass bereits im Vorfeld von Kreditgesprächen mit der Hausbank der Unternehmer eine Zusage für eine Bürgschaft durch die Bürgschaftsbank erhält. Somit verfügt er zu Beginn von Finanzierungsverhandlungen über gute Sicherheiten, die seine Verhandlungsposition stärken.

Selbstverständlich werden nur sinnvolle Projekte gefördert. Sanierungen oder die Umschuldung von bestehenden Lieferantenverbindlichkeiten sind nicht möglich. Darüber hinaus sind alle Kreditarten und Vorhaben für Existenzgründer und Unternehmen möglich. Verbürgt werden je nach Einzelfall bis zu 80% des Finanzierungsvorhabens. Die Kredithöhe für das Finanzierungsvorhaben liegt in Bayern zwischen mindestens 25.000 Euro bis maximal 150.000 Euro. Es wird eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1,5%, mindestens 375 Euro, erhoben. Die Bürgschaftsgebühr beträgt je nach Vorhaben zwischen 1,0% - 1,25% p.a.

An notwendigen Unterlagen sind ein Lebenslauf, eine Selbstauskunft und der Gesellschaftsvertrag, ggf. im Entwurf, vorzulegen. Bei bestehenden Unternehmen auch die letzten Jahresabschlüsse. Das Finanzierungsvorhaben ist durch einen schlüssigen und vollständigen Businessplan mit Rentabilitätsvorschau und Liquiditätsplan darzustellen. Die zuständige Industrie- und Handelskammer, Steuerberater oder
Unternehmensberater helfen gerne bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen.


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Tags: bürgschaft, sperberscholz, bank, finanzierung, sicherheit, banksicherheit.
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