Neue Partnerschaftsgesellschaft

  eine neue Rechtsform für Freie Berufe

Mit der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) wurde eine neue Rechtsform für Freie Berufe vom Bundestag beschlossen. Das neue Gesetz bringt auch deutliche Vorteile für Mandanten.

Angehörige der Freien Berufe können sich schon bald in einer neuen Rechtsform organisieren. Im Juni hat der Bundestag das Gesetz zur Einführung einer Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) verabschiedet. Damit schafft die Bundesregierung eine Alternative zu der - insbesondere von Rechtsanwaltskanzleien häufig gewählten - englischen Limited Liability Partnership (LLP).

Die neue PartGmbB bietet Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern die Möglichkeit, die Haftung für berufliche Fehler auf das Vermögen der Gesellschaft zu beschränken. Voraussetzung ist allerdings der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung, wobei die Mindestsumme bei Rechtsanwälten 2,5 Mio. Euro und bei Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und vereidigten Buchprüfern jeweils 1,5 Mio. Euro beträgt. Von den neuen Haftungsregelungen profitieren daher nicht nur die Kanzleigründer, sondern aufgrund des wesentlich verbesserten Versicherungsschutzes auch die Mandanten. Denn die Mindestversicherungssumme pro Versicherungsfall bei der Berufshaftpflichtversicherung etwa von Anwälten liegt momentan bei 250.000 Euro.

Dem neuen Gesetz zur Einführung der neuen PartGmbB hat der Bundesrat noch vor der Sommerpause Anfang Juli zugestimmt. Das Gesetz wurde somit im Bundesgesetzblatt bereits veröffentlicht und ist in Kraft getreten.

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Tags: partnerschaftsgesellschaft, sperberscholz, beschränkt, berufshaftung
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