Firmen droht Zahlungsunfähigkeit!

   SEPA Umstellungstermin wird verschoben

Nach letzten Erhebungen ist der deutsche Mittelstand noch nicht auf das neue europäische Zahlungssystem vorbereitet. So berichtete die Commerzbank AG im November, dass gegen Ende des Jahres 2013 erst 24% der Betriebe ihren Zahlungsverkehr auf SEPA-Format umgestellt hätten. Die Bank erwartet daher Schwierigkeiten im Zahlungsverkehr ab Februar 2014.

Nach einer Umfrage der Fachhochschule des Mittelstands (FMH) kann ein Drittel aller mittelständischen Unternehmen, die ab 01. Februar nicht SEPA-fähig sind, nach deren eigenen Angaben maximal zwei Wochen überbrücken, bis Liquiditätsengpässe auftreten, knapp die Hälfte davon bekommt bereits nach 5 Tagen Probleme.


Allerdings geht das Bundesfinanzministerium davon aus, dass in Deutschland die SEPA Umstellung zumindest bei Überweisungen bis zum 01. Februar abgeschlossen sein wird. Unternehmen sollten dann ihre Rechnungen ordnungsgemäß begleichen können. Nur im Lastschrift-Einzugsverfahren sind wohl Umstellungsarbeiten über diesen Termin hinaus zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund ist die Kritik der deutschen Bundesregierung an der von der EU geplanten Verlängerung der Umstellungsfrist bis August 2014 verständlich. Der von Brüssel vorgeschlagene Aufschub erschwere die Umstellung weiter, so Regierungskreise. Laut Bundesfinanzministerium ist in Deutschland die Verlängerung unnötig (siehe Grafik). Die EU weist jedoch darauf hin, dass Mitgliedstaaten, deren Umstellung planmäßig verlaufe und die Termine einhalten, ab Februar Zahlungen im alten Format stoppen könnten. Um dem vorzubeugen, soll die Frist entsprechend verlängert werden.

Informationen zur Umstellung und den Hintergründen bietet das Bundesfinanzministerium   --->  Video zur SEPA-Umstellung  


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Tags: sepa, zahlungsunfähigkeit, umstellungstermin verschoben, sperberscholz
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